Photovoltaik Förderung 2026: Alle Zuschüsse, Kredite und Vergütungen im Überblick
2026 ist nach aktuellem Stand das letzte Jahr mit garantierter Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen. Wer seine Anlage noch 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre planbare Einnahmen. Hier findest Du Zuschüsse, Kredite und Steuervorteile.

Das Wichtigste in Kürze
- BAFA: Für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher gibt es keinen direkten Zuschuss.
- KfW 270: Der Kredit finanziert bis zu 100 % der Kosten. Für PV-Aufdachanlagen liegt der Effektivzins aktuell bei mindestens 3,98 %.
- 0 % Mehrwertsteuer: Der Nullsteuersatz gilt 2026 weiterhin und ist nicht befristet.
- Einspeisevergütung: Für Anlagen, die vom 1. August 2026 bis zum 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, erhältst Du bei Teileinspeisung bis 10 kWp 7,70 ct/kWh.
- Regionale Zuschüsse: Je nach Wohnort sind Förderungen von bis zu 4.750 € möglich.
- Antragstellung: KfW-Kredit und regionale Zuschüsse musst Du vor Kauf oder Baubeginn beantragen.
Alle Förderbeträge und Konditionen: Stand August 2026, sofern nicht anders angegeben.
Gibt es 2026 eine BAFA-Förderung für Photovoltaik?
Nein, eine direkte BAFA-Förderung für Photovoltaikanlagen oder Batteriespeicher gibt es 2026 nicht. Das BAFA fördert jedoch die Energieberatung für Wohngebäude. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern werden 50 % des förderfähigen Beratungshonorars übernommen, maximal 650 € (Stand Juni 2026).
Für die Anlage selbst sind der KfW-Kredit 270, die Einspeisevergütung, die 0 % Mehrwertsteuer und regionale Förderprogramme relevant.
Was BAFA fördert: die Energieberatung
Eine geförderte Energieberatung ist sinnvoll, wenn Du Deine Photovoltaikanlage mit weiteren Sanierungsmaßnahmen verbinden möchtest. Ein zugelassener Energieeffizienz-Experte untersucht das Gebäude und zeigt Dir, welche Maßnahmen technisch und wirtschaftlich zusammenpassen.
Alternativ bietet die Verbraucherzentrale eine günstigere Erstberatung mit einem Eigenanteil von maximal rund 40 € an. Die aktuellen Voraussetzungen findest Du direkt bei der BAFA.
Warum es keinen direkten BAFA-Zuschuss für PV gibt
Das BAFA fördert vor allem Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Heiztechnik und der Wärmeversorgung. Photovoltaikanlagen sind davon ausgenommen, da sie bereits über die Einspeisevergütung, den Nullsteuersatz, Förderkredite und regionale Zuschüsse unterstützt werden.
Wie hoch Deine Investition trotz Förderung ausfällt, erfährst Du in unserem Ratgeber Photovoltaik Kosten 2026 – alle Preise im Überblick.
KfW-Förderung Photovoltaik: KfW 270 erklärt
Die KfW fördert Photovoltaikanlagen mit dem Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“. Dabei handelt es sich nicht um einen Zuschuss. Du kannst bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanzieren. Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre. Je nach gewählter Variante sind Laufzeiten von bis zu 30 Jahren möglich. Für PV-Aufdachanlagen liegt der Effektivzins in der günstigsten Preisklasse A aktuell bei mindestens 3,98 %.
Den Antrag stellst Du nicht direkt bei der KfW, sondern über eine Bank oder Sparkasse. Deinen tatsächlichen Zinssatz legt der Finanzierungspartner anhand Deiner wirtschaftlichen Verhältnisse und der gestellten Sicherheiten fest.
Wie hoch ist die KfW-Förderung? Aktuelle Konditionen
Stand August 2026, Preisklasse A für PV-Aufdachanlagen. Die KfW passt ihre Zinssätze regelmäßig an. Deinen tatsächlichen Zinssatz legt der Finanzierungspartner anhand Deiner wirtschaftlichen Verhältnisse und der gestellten Sicherheiten fest.
Für private Einfamilienhäuser liegt der Finanzierungsbedarf häufig zwischen 10.000 und 30.000 €. Eine feste Höchstgrenze für private Anlagen gibt es im Programm nicht. Die aktuellen Konditionen findest Du direkt bei der KfW.
Was KfW 270 fördert – und was nicht
Förderfähig sind unter anderem:
- Photovoltaikmodule und Wechselrichter
- Batteriespeicher
- Wallbox und Ladeinfrastruktur
- Verkabelung und Unterkonstruktion
- Energiemanagementsysteme
- Planung, Installation und Montage
Auch ein Batteriespeicher kann gemeinsam mit der Anlage finanziert werden. Ob sich die zusätzliche Investition lohnt, erfährst Du in unserem Ratgeber Photovoltaik Speicher: Lohnt sich ein Heimspeicher?
Inselanlagen ohne Netzanschluss und bereits begonnene Vorhaben fördert KfW 270 nicht. Das frühere KfW-Programm 442 für Solarstrom und Elektroautos ist seit Februar 2024 eingestellt.
So stellst Du den Antrag: Schritt für Schritt
- Kontaktiere Deine Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner.
- Stelle den Antrag vor dem Kauf oder Baubeginn.
- Warte die Zusage der KfW beziehungsweise Deiner Bank ab.
- Beauftrage erst danach den Installateur.
- Reiche nach der Installation den Verwendungsnachweis ein.
Wichtig: Ein Antrag nach Vertragsabschluss oder Baubeginn führt in der Regel zum Verlust der Förderung.
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Einspeisevergütung 2026: Jetzt 20 Jahre sichern
Speist Du Solarstrom in das öffentliche Netz ein, erhältst Du dafür eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme geltende Satz wird anschließend für 20 Jahre festgeschrieben.
Aktuelle Vergütungssätze
Stand August 2026. Maßgeblich sind die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Vergütungssätze.
Wichtig: Neue Regeln durch das Solarspitzengesetz
Für Photovoltaikanlagen, die seit dem 25. Februar 2025 in Betrieb genommen wurden, gelten zusätzliche Vorgaben. Bei neuen Anlagen mit mehr als 2 kWp und weniger als 100 kWp, die eine Einspeisevergütung erhalten, ist die Einspeiseleistung zunächst auf 60 % der installierten Leistung begrenzt. Die Begrenzung entfällt, sobald ein intelligentes Messsystem und eine Steuerungseinrichtung eingebaut wurden und der Netzbetreiber die Anlage erfolgreich auf ihre Ansteuerbarkeit getestet hat.
Bei negativen Börsenstrompreisen kann außerdem zeitweise die Einspeisevergütung entfallen. Für neue Anlagen zwischen 2 und unter 100 kWp greift diese Regel grundsätzlich ab dem Kalenderjahr nach dem Einbau eines intelligenten Messsystems. Die nicht vergüteten Zeiträume werden nach der gesetzlichen Kompensationsregel an den Förderzeitraum angehängt. Ein Batteriespeicher und ein hoher Eigenverbrauch können dabei helfen, den erzeugten Solarstrom in diesen Zeiträumen weiterhin sinnvoll zu nutzen.
Wie stark die Einspeisevergütung die Wirtschaftlichkeit Deiner Anlage beeinflusst, erfährst Du in unserem Ratgeber Photovoltaik Amortisation: Wann rechnet sich die Anlage?.
Warum 2026 das Entscheidungsjahr ist
Ein Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen beziehungsweise grundlegend zu verändern.
Dabei handelt es sich noch nicht um beschlossenes Recht. Der Entwurf kann sich im weiteren Gesetzgebungsverfahren ändern.
Bestandsanlagen und Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten ihren Vergütungssatz für 20 Jahre. Planst Du die Installation ohnehin, schafft eine Umsetzung im Jahr 2026 deshalb mehr finanzielle Planungssicherheit.
Rechenbeispiel: Warum Eigenverbrauch mehr bringt als Einspeisung
Eine hohe Eigenverbrauchsquote ist für die Wirtschaftlichkeit Deiner Photovoltaikanlage besonders wichtig. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Strom, den Du sonst aus dem Netz beziehen müsstest. Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro kWh ist eine selbst genutzte Kilowattstunde damit rund 4,5-mal so viel wert wie eine eingespeiste Kilowattstunde, für die Du bei einer Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis zum 31. Januar 2027 eine Vergütung von 7,70 Cent erhältst. Der zusätzliche Vorteil des Eigenverbrauchs gegenüber der Einspeisung beträgt in diesem Beispiel 27,30 Cent pro kWh.
Erzeugt Deine Anlage beispielsweise 4.000 kWh Solarstrom im Jahr und nutzt Du davon mithilfe eines Batteriespeichers 70 % selbst, sparst Du durch die 2.800 selbst verbrauchten Kilowattstunden rund 980 € an Stromkosten. Für die übrigen 1.200 kWh erhältst Du etwa 92 € Einspeisevergütung. Insgesamt ergibt sich daraus ein finanzieller Vorteil von rund 1.072 € pro Jahr. Würdest Du den gesamten Solarstrom einspeisen, lägen die Einnahmen dagegen nur bei rund 308 €.
Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher und einer intelligenten Steuerung steigt die Eigenverbrauchsquote laut Sparkasse auf etwa 60 bis 80 %. Die zusätzlichen Anschaffungs- und späteren Austauschkosten des Speichers solltest Du bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung jedoch berücksichtigen. Nach Einschätzung des Photovoltaikexperten Felix Hagen amortisiert sich eine sinnvoll geplante Solaranlage nach etwa sieben bis zehn Jahren. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem von den Investitionskosten, dem Stromverbrauch, dem Eigenverbrauchsanteil und dem zukünftigen Strompreis ab.
0 % Mehrwertsteuer: der unsichtbare Förder-Hebel
Seit dem 1. Januar 2023 gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Umsatzsteuersatz von 0 % für viele Photovoltaikanlagen. Die Regelung ist unbefristet und gilt auch 2026.
Begünstigt sind insbesondere:
- Photovoltaikmodule
- Wechselrichter und Batteriespeicher
- Unterkonstruktion
- Energiemanagementsysteme
- Planung, Lieferung und Montage
Voraussetzung ist, dass die Anlage auf, an oder in der Nähe eines Wohngebäudes installiert wird und eine Leistung von 30 kWp nicht überschreitet. Ein Antrag ist nicht erforderlich.
Bei einem Nettopreis von 20.000 € entfallen dadurch 3.800 € Mehrwertsteuer. Mit unserem PV-Rechner: Ertrag und Kosten berechnen kannst Du Deine geplante Anlage besser einordnen.
Regionale Zuschüsse: Was Bundesländer und Kommunen zahlen
Auf Bundesebene gibt es neben dem KfW-Kredit keinen allgemeinen Zuschuss für private Photovoltaikanlagen. Echte Direktzuschüsse kommen deshalb vor allem von Ländern, Städten und Gemeinden.
Bundesländer und Regionen mit aktiven Programmen 2026
Frühere landesweite Programme in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden ohne direkten Nachfolger eingestellt.
Kommunale Spitzenreiter
Neben Berlin und Stuttgart haben auch Städte wie Köln, Düsseldorf, Bonn und Regensburg eigene Programme angeboten. Die Förderung kann Batteriespeicher, Fassadenanlagen, Beratungsleistungen oder die Installation einer klassischen Dachanlage umfassen.
Prüfe die Bedingungen immer vor der Beauftragung. Viele Programme verfügen nur über begrenzte Budgets und schließen bereits begonnene Vorhaben aus. Wie Du die Anlage passend zu Deinem Gebäude planst, erfährst Du im Ratgeber PV-Anlage für das Einfamilienhaus planen.
Steuerbonus § 35c EStG: die Alternative zu KfW
Über § 35c EStG kannst Du 20 % der Kosten bestimmter energetischer Sanierungsmaßnahmen über drei Jahre von Deiner Steuerschuld abziehen. Die Ermäßigung verteilt sich mit 7 %, 7 % und 6 % auf drei Jahre und ist auf insgesamt 40.000 € pro Objekt begrenzt.
Die Regelung gilt für selbst genutztes Wohneigentum und kann für Eigenkapital-Finanzierer interessant sein. Bei einem PV-Projekt kommt sie vor allem für ergänzende förderfähige Sanierungsmaßnahmen infrage, beispielsweise eine energetische Dachsanierung.
Für dieselben Kosten darfst Du den Steuerbonus nicht gleichzeitig mit einem KfW-Kredit oder BAFA-Zuschuss nutzen.
Förderungen kombinieren: Was geht – und was nicht?
Für viele Eigentümer ist die Kombination aus KfW 270, 0 % Mehrwertsteuer, Einspeisevergütung und regionalem Zuschuss besonders attraktiv. Entscheidend ist, dass Du alle Programme vor dem Vertragsabschluss prüfst.
FAQ - Häufige Fragen zur Photovoltaik Förderung 2026
Gibt es 2026 eine BAFA-Förderung für Photovoltaik?
Nein, für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher gibt es 2026 keinen direkten BAFA-Zuschuss. Das BAFA fördert jedoch die Energieberatung für Wohngebäude mit 50 % des förderfähigen Honorars, maximal 650 € für Ein- und Zweifamilienhäuser. Für die Anlage selbst sind KfW 270, Einspeisevergütung, 0 % Mehrwertsteuer und regionale Zuschüsse relevant.
Wie hoch ist die KfW-Förderung für Photovoltaik?
KfW 270 ist kein Zuschuss, sondern ein Kredit für bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten. Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre; je nach Variante sind Laufzeiten von bis zu 30 Jahren möglich. Für PV-Aufdachanlagen liegt der Effektivzins in der günstigsten Preisklasse A aktuell bei mindestens 3,98 %. Die tatsächlichen Konditionen hängen von der gewählten Laufzeit, Deiner Bonität und den gestellten Sicherheiten ab.
Fazit: Photovoltaik Förderung 2026 rechtzeitig sichern
2026 kannst Du KfW-Kredit, 0 % Mehrwertsteuer, Einspeisevergütung und regionale Zuschüsse miteinander kombinieren. Da sich die Einspeisevergütung ab 2027 nach dem aktuellen Referentenentwurf ändern soll, lohnt sich eine frühzeitige Planung. Prüfe alle Förderungen, bevor Du einen verbindlichen Auftrag erteilst.
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