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Finanzierung
Förderung

Hauskauf in Sachsen-Anhalt: Jetzt lokale Förderung beantragen

Mit dem IB-Wohneigentumsprogramm Zinsen beim Hauskauf in Sachsen-Anhalt sparen. Informiere Dich jetzt über Förderungen in 2025.

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Die Flagge von Rheinland-Pfalz weht in Gelb und Schwarz im Wind

Was ist das IB-Wohneigentumsprogramm?

In Sachsen-Anhalt unterstützt die Investitionsbank Sachsen-Anhalt Haushalte beim Erwerb, Neubau oder der Modernisierung von selbstgenutztem Wohneigentum. Voraussetzung ist, dass die Immobilie nach dem Kauf oder Bau dauerhaft selbst bewohnt wird.

  • Die Darlehenssumme des Wohneigentumsprogramms liegt weiterhin zwischen 20.000 € und 100.000 € und darf maximal 40 % der Gesamtkosten decken.
  • Zusätzlich müssen mindestens 10 % der Gesamtkosten durch Eigenkapital oder Bausparguthaben dargestellt werden.
  • Von diesem Eigenkapital müssen mindestens 5 % als echte Barmittel vorliegen, während der Rest auch durch nachweisbare Eigenleistungen ersetzt werden kann.
  • Die maximale Darlehenslaufzeit beträgt 30 Jahre, die Zinsbindung 10 Jahre.

Die Zinsen werden jährlich angepasst und liegen 2026, abhängig von der Darlehenshöhe, weiterhin im höheren Bereich staatlicher Förderdarlehen. Typischerweise bewegen sie sich im Bereich über marktüblichen Konditionen für klassische Bankdarlehen.

Ein Vorteil bleibt jedoch bestehen: Da die Grundschuld der IB nicht an erster Rangstelle stehen muss, eröffnen sich bessere Konditionen bei ergänzenden Bankdarlehen, da Banken die erste Rangstelle übernehmen können.

Beispielrechnung Förderung IB-Wohneigentumsprogramm

  • Zinsbindung: 10 Jahre
  • Tilgung: 1,78 %
Finanzierung nur mit Bankdarlehen Finanzierung mit IB-Wohneigentumsprogramm
Kaufpreis inkl. Kaufnebenkosten 300.000 € 300.000 €
Eigenkapital 50.000 € 50.000 €
Finanzierungsbedarf 250.000 € 250.000 €
Aufteilung der Finanzierung 100 % Bankdarlehen
(3,4 % Zinsen)
100.000 € IB-Wohneigentumsprogramm (4,3 % Zinsen)
150.000 € Bankdarlehen (3,4 % Zinsen)
Monatliche Rate 1.079,17 € 1.154,17 €
Restschuld nach 10 Jahren 197.087,89 € 196.080,29 €
Gezahlte Zinsen (10 Jahre) 76.587,89 € 84.580.29 €

  • Höhere Gesamtkosten
    Die Förderung führt zu einem höheren gewichteten Zinssatz (3,76 % vs. 3,40 %) und Mehrkosten von 7.992,40 € an Zinsen über 10 Jahre.
  • Höhere Monatsbelastung
    Die monatliche Rate ist mit 1.154,17 € um 75,00 € höher als bei der reinen Bankfinanzierung (1.079,17 €).
  • Minimal bessere Tilgung
    Nach 10 Jahren ist die Restschuld mit Förderung nur geringfügig um 1.007,60 € niedriger (196.080,29 € vs. 197.087,89 €).
  • Voraussetzung für Rentabilität
    Die Förderung würde sich lohnen, wenn ihr Zinssatz deutlich niedriger als der Marktzins wäre, sodass der gewichtete Gesamtzinssatz unter 3,40 % fällt und somit niedrigere Zinszahlungen entstehen.

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Wer ist für das IB-Wohneigentumsprogramm berechtigt?

Das Programm richtet sich an Personen, die in Sachsen-Anhalt eine Immobilie zur Selbstnutzung kaufen, bauen oder kaufen und modernisieren möchten.

Gefördert werden Wohngebäude mit maximal zwei Wohneinheiten, wovon mindestens eine vom Antragsteller dauerhaft selbst genutzt werden muss.

Weitere Voraussetzungen wie Einkommensgrenzen oder regionale Vorgaben können je nach Jahr und Programmversion variieren. Vor Antragstellung sollte geprüft werden, welche Richtlinien aktuell gelten.

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"Immobilie vermieten: Dein 5-Schritte-Plan für erfolgreiche Vermietung"
Langfristig planen

Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.

Wichtige Aspekte dabei:

Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.

Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.

Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.

Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.

Recht & Alltag zusammen denken

Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Finanziell realistisch bleiben

Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.

Kaufnebenkosten: einmalig
  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
Finanzierungskosten: laufend
  • Zinsen
  • ggf. Bereitstellungszinsen
Betriebskosten: umlagefähig
  • Heizkosten
  • Warmwasser
  • Kaltwasser
  • Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer
  • Hausstrom
  • Aufzug
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Schornsteinfeger
  • Gebäude-Sachversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kabelanschluss / Gemeinschaftsantenne
Betriebskosten: nicht umlagefähig
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Bankgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagenzuführung
  • Kosten für Neuvermietung
Versicherungen: laufend, nicht umlagefähig
  • Mietausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung für Vermieter:innen
Rücklagen
  • Rücklagen für größere Sanierungen
  • Leerstand oder ungeplante Ausgaben
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
  • eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise 
  • eine aktuelle Schufa-Auskunft

Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.

Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
  • Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
  • Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
  • Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
  • Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
  • Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
  • Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen

Wann darf die Miete erhöht werden?

Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.

Nach Modernisierung

Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.

Staffel- oder Indexmiete

Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.

Fristen beachten

Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).

Wann darf eine Abmahnung erfolgen?

Vertragsverletzungen

Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.

Vor Kündigung

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.

Tipps:

Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.

Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.

Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.

Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?

Schriftform empfohlen

Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.

Zustellung

Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.

Inhalt
  • Konkrete Beschreibung des Verstoßes
  • Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
  • Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
  • Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Fristen und Gründe
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter

Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:

  • bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate
  • 5-8 Jahre 6 Monate
  • über 8 Jahre 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
  • Eigenbedarf
  • Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
  • Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB

Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.

Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Zustellung
  • Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
  • Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung

Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).

Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen

Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.

Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen

Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.