Interview mit den Gründern des Hausbaukurses
Im Interview mit den Gründern des Hausbaukurses erfährst Du, wie sie Bauherren mit Wissen und Tools für Eigenleistungen und nachhaltiges Bauen unterstützen.

Der Hausbau ist ein komplexes und oftmals überwältigendes Unterfangen, das von der ersten Idee bis zur Fertigstellung viele Herausforderungen birgt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Neubau oder eine umfassende Sanierung handelt – die Planung und Durchführung erfordern umfangreiches Wissen und sorgfältige Vorbereitung. Besonders wenn Bauherren viel Eigenleistung erbringen möchten, stehen sie vor der Aufgabe, sich tief in verschiedene Themenbereiche einzuarbeiten, von der Baufinanzierung über rechtliche Aspekte bis hin zu praktischen Handwerksarbeiten. Ein besonders innovatives Beispiel ist der Hausbaukurs von Julian Droste und seinem Team, der aus der eigenen Erfahrung mit den Herausforderungen des Hausbaus entstanden ist. Mit Hilfe von Experten aus der Branche wurde eine Plattform geschaffen, die angehenden Bauherren und Sanierern das nötige Know-how vermittelt, um ihre Projekte erfolgreich und effizient umzusetzen.
Interview mit den Gründern des Hausbaukurses
Wie entstand der Hausbaukurs und was ist eure Mission?
Der Hausbaukurs ist wie (fast) alle guten Ideen aus einer Not heraus entstanden: Als einer unserer Gründer und Geschäftsführer von The Good Home, Julian Droste, 2020 anfing, sein eigenes Haus zu bauen, stand er vor der Problematik, dass er keine zentrale Anlaufstelle für all seine Fragen rund um das Thema Hausbau fand.
Wie komplex die Planung und Durchführung eines Hausbaus mit größtmöglichen Anteil an Eigenleistungen (Eigenleistung beim Hausbau: Wie viel du sparen kannst (hausbaukurs.de) dann wirklich war, spürte er bei der stundenlangen Recherche nach geeigneten und nützlichen Informationen über die Baufinanzierung, das Baurecht, die Ausführung von Gewerken und Co. auf Suchmaschinen, Portalen und in Fachliteratur.
Damit dieser Aufwand anderen Bauherr:innen erspart bleibt, weil gerade für die aktuelle Situation in der Baubranche gilt - “Zeit ist Geld” - hat er gemeinsam mit unterschiedlichen Expert:innen aus der Branche, unter anderem Architekt:innen, Baurechtsanwält:innen und Baufinanzierungsberater:innen den Online-Hausbaukurs entwickelt. Auf unserer Plattform bündeln wir das benötigte Expertenwissen und geben (angehenden) Bauherr:innen so die Chance, mit fundiertem Know-how und emanzipiert in das eigene Hausbau- bzw. Sanierungsprojekt zu starten.
Welche spezifischen Kurse oder Produkte bietet ihr an, um Hausbauer:innen und Sanierer:innen zu unterstützen?
Um Hausbauer:innen und Sanierer:innen umfassend zu unterstützen, bieten wir Online-Kurse und Bücher an, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Phasen eines Bau- bzw. Sanierungsprojekts abgestimmt sind.
Wer ein Neubauprojekt starten möchte, der ist mit unserem Hausbaukurs bestens ausgerüstet für sein Traumhaus. Der Kurs richtet sich an (Erst-)Bauherr:innen und umfasst über 90 Expert:innenvideos, die detaillierte Anleitungen und wertvolle Tipps bieten. Zusätzlich stehen den Bauherr:innen fünf praktische Tools und mehr als 15 Checklisten zur Verfügung, die den gesamten Bauprozess erleichtern. Der Kurs bietet auch Zugang zu einer Hausbau-Community, in der Bauherr:innen ihre Fragen stellen und sich mit anderen austauschen können.
Ab Juli 2024 wird unser Sanierungskurs verfügbar sein, der Expert:innenwissen für die Sanierung von Einfamilienhäusern vermittelt. Dieser Kurs beinhaltet über 100 Expert:innenvideos, die umfassend auf die verschiedenen Aspekte der Sanierung eingehen. Wie beim Hausbaukurs sind auch hier fünf Tools und mehr als 15 Checklisten enthalten. Zudem haben die Sanierer:innen Zugriff auf eine Sanierungscommunity.
Ergänzend zu den Kursen bieten wir für den Neubau das Hausbaubuch an, das speziell für (Erst-)Bauherr:innen geschrieben wurde. Dieses Buch enthält verständliche Erklärungen und Beispiele zum Hausbau und bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den gesamten Bauprozess strukturiert zu planen.
Außerdem gibt es für die Sanierung und den Neubau das Buch "Ökologisch Bauen & Sanieren", aber dazu später mehr.
Was können wir für tolle Neuerungen im Sanierungskurs erwarten?
Der neue Sanierungskurs, der im Sommer 2024 startet, bietet eine Vielzahl von spannenden Neuerungen, die für die Sanierung von Einfamilienhäusern wertvoll sind. Sanierer:innen können sich auf umfangreiches Expert:innenwissen freuen, das in über 100 Expert:innen-Videos vermittelt wird. Der Kurs beinhaltet zudem fünf praktische Tools und mehr als 15 Checklisten, die den Sanierungsprozess erleichtern sollen.
Der Kurs deckt eine breite Palette an Themen ab, darunter z.B. die Grundlagen und die Umsetzung einer Sanierung, beteiligte Personen am Bau und Baumaterialien.
Eine weitere Neuerung ist der Zugang zur Sanierungscommunity, in der Mitglieder Fragen stellen und sich mit anderen Sanierenden austauschen können. Diese Community bietet eine wertvolle Plattform zum Teilen von Erfahrungen und Tipps.
Außerdem ist der Sanierungskurs als App verfügbar, was die Anwendung ganz einfach von überall mit dem Smartphone ermöglicht.
Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Hausbau und der Sanierung für euch und wie integriert ihr dieses Thema in eure Produkte?
Beim Hausbau und der Sanierung können Bauherr:innen und Hausbesitzer:innen das Thema Nachhaltigkeit jetzt und in Zukunft kaum mehr umgehen. Es gibt in immer mehr Bereichen im Haus(-um)bau technische und bauliche Vorgaben, die umgesetzt werden müssen, um das eigene Projekt nachhaltiger und energieeffizienter zu machen. Aber nicht nur das, denn der Bausektor gehört zu einem der größten CO2-Treiber weltweit: Deswegen ist es wichtig, dieses Thema als Unternehmen aus der Branche, aber auch als Gesellschaft anzupacken.
Unsere Nachhaltigkeits-Expertin Ester, die Bauingenieurin und -biologin ist und selbst ein ökologisches Haus gebaut hat, hat einen Guide für Bauherr:innen und Sanierer:innen geschrieben, der sie konkret beim ökologischen Bauen und Sanieren unterstützt. In “Ökologisch Bauen und Sanieren” finden Interessierte das Grundwissen u.a. zu ökologischen und nachhaltigen Bauweisen und -baustoffen in übersichtlicher Form.
Leider ist es auch in dieser Branche so, dass viel Greenwashing bei Bauprodukten betrieben wird und Verbraucher:innen bewusst getäuscht werden. An diesem Punkt wollte Ester ansetzen und erklärt in “Ökologisch Bauen und Sanieren”, welche Baustoffe wirklich nachhaltig, wohngesund und ökologisch sind.
Welche Rolle spielen soziale Medien beim Hausbau und der Sanierung? Inwieweit können (angehende) Bauherr:innen und Sanierer:innen davon profitieren?
Früher war es sehr viel schwieriger, an geeignete Informationen zum Bau- oder Sanierungsprojekt zu kommen. Bauherr:innen und Sanierer:innen waren nicht nur auf Fachbücher, Bauzeitschriften und Expert:innen vor Ort angewiesen, sondern auch der Austausch mit anderen war auf das persönliche Umfeld beschränkt.
Heute ist das ganz anders: Soziale Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok bieten eine Fülle an Tipps und Anleitungen von Laien, aber auch Expert:innen, die von der Planung bis zur Umsetzung von kleinen und größeren Projekten reichen. Dort können Bauherr:innen und Sanierer:innen detaillierte Videos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tipps zu allen möglichen Themen finden.
Außerdem bieten andere Bauherr:innen und Sanierer:innen in Facebook-Foren und ihren Instaprofilen Erfahrungsberichte und Empfehlungen (die immer mit Vorsicht zu genießen sind!) für andere und geben wertvolle Einblicke in ihre Projekte, egal ob es gut oder schlecht läuft. Das kann wiederum dabei helfen, häufige Fehler zu vermeiden oder im Austausch mit Gleichgesinnten zu bleiben und den Mut nicht zu verlieren.
Mit unseren Beiträgen, Reels und Umfragen auf unseren Social-Media-Kanälen bei Instagram und TikTok wollen wir unseren Follower:innen immer einen echten Mehrwert bieten, indem wir auf knappe Art und Weise wichtiges Wissen für den Hausbau und die Sanierung vermitteln.
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Langfristig planen
Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.
Wichtige Aspekte dabei:
Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.
Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.
Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.
Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.
Recht & Alltag zusammen denken
Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
Finanziell realistisch bleiben
Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
- eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
- ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise
- eine aktuelle Schufa-Auskunft
Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.
Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
- Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
- Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
- Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
- Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
- Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
- Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen
Wann darf die Miete erhöht werden?
Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.
Nach Modernisierung
Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.
Staffel- oder Indexmiete
Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.
Fristen beachten
Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).
Wann darf eine Abmahnung erfolgen?
Vertragsverletzungen
Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.
Vor Kündigung
Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.
Tipps:
Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.
Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.
Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.
Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?
Schriftform empfohlen
Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.
Zustellung
Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.
Inhalt
- Konkrete Beschreibung des Verstoßes
- Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
- Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
- Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter
Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:
- bis 5 Jahre Mietdauer → 3 Monate
- 5-8 Jahre → 6 Monate
- über 8 Jahre → 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
- Eigenbedarf
- Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
- Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB
Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.
Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht
Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.
Zustellung
- Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
- Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung
Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).
Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen
Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.
Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen
Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.
