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Finanzierung
Förderung

Hauskauf im Saarland: SIKB-Förderung für Immobilienkäufer

Zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse für Deinen Hauskauf oder Neubau im Saarland. Jetzt Förderung beantragen und Zinsen sichern.

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Die Sonne scheint über eine große Flussschleife in einem Wald

Was ist die SIKB-Wohnraumförderung?

Die Saarländische Investitionskreditbank bietet unter dem Sammelbegriff „Wohnraumförderung“ verschiedene zinsverbilligte Darlehen für unterschiedliche Zielgruppen an. Je nachdem, ob es sich beim Antragsteller um eine Familie, Studierende oder andere Personengruppen handelt, stehen jeweils passende Kreditmodelle zur Verfügung.

Besonders attraktiv sind die Konditionen für Familien.

  • Die maximale Darlehenshöhe richtet sich nach der förderfähigen Wohnfläche und beträgt bis zu 1.200 € pro Quadratmeter.
  • Für eine vierköpfige Familie ergibt sich daraus eine maximale Darlehenssumme von 108.000 €.
  • Außerdem müssen Antragsteller mindestens 15 % der Gesamtkosten aus Eigenmitteln einbringen.

Der Zinssatz der Wohnraumförderung wird für die gesamte Laufzeit festgeschrieben und liegt bei rund 1 % pro Jahr, deutlich unter dem marktüblichen Zinsniveau. Die maximale Kreditlaufzeit beträgt 30 Jahre.

Neben den zinsgünstigen Darlehenskonditionen gewährt die SIKB zusätzliche Tilgungszuschüsse für Familien: Ein Haushalt mit einem Kind erhält in der Regel 5 % Tilgungszuschuss, während Familien mit vier oder mehr Kindern bis zu 20 % Tilgungszuschuss bekommen können.

Beispielrechnung SIKB-Wohnraumförderung

  • Tilgungszuschuss: 20 % (ab 4 Kinder)
  • Laufzeit: 30 Jahre
Finanzierung nur mit Bankdarlehen Finanzierung mit SIKB-Wohnraumförderung
Kaufpreis inkl. Kaufnebenkosten 300.000 € 300.000 €
Eigenkapital 50.000 € 50.000 €
Tilgungszuschuss - 20 % (21.600 €)
Finanzierungsbedarf 250.000 € 228.400 €
Aufteilung der Finanzierung 100 % Bankdarlehen
(3,4 % Zinsen)
86.400 € SIKB-Wohnraumförderung (1 % Zinsen)
142.000 € Bankdarlehen (3,4 % Zinsen)
Monatliche Rate 1.108.70 € 901,27 €
Gezahlte Zinsen (30 Jahre) 149.133,11 € 96.056,87 €

  • Niedrigere Gesamtzinsen
    Durch den niedrigen Zinsanteil der Wohnraumförderung sinken die gesamten gezahlten Zinsen über 30 Jahre um 53.076,24 €.
  • Sofortige Liquiditätsverbesserung
    Die monatliche Rate ist um 207,43 € niedriger, was die Haushaltsbelastung erheblich reduziert.
  • Geringere Restfinanzierung
    Durch den einmaligen Tilgungszuschuss von 21.600 € reduziert sich die anfängliche Restfinanzierung sofort von 250.000 € auf 228.400 €.
  • Deutliche Reduzierung der Gesamtkosten
    Der gewichtete Zinssatz fällt von 3,4 % auf 2,49 %, was die Gesamtkosten des Darlehens signifikant senkt und die Förderung als sehr lohnend erscheinen lässt.

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Wer ist für die SIKB-Wohnraumförderung berechtigt?

Gefördert wird der Erwerb oder Neubau selbstgenutzten Wohnraums im Saarland. Der Antragsteller verpflichtet sich, die Immobilie mindestens 10 Jahre zu bewohnen.

Ein weiteres Kriterium: Die Wohnfläche darf bei einem Einfamilienhaus eine bestimmte Größen­grenze nicht überschreiten.

Für die Bewilligung gelten Einkommen­sgrenzen:

  • Ein Zweipersonen­haushalt darf derzeit rund 48.000 € Jahresbrutto verdienen
  • pro zusätzlicher Person im Haushalt steigt die Grenze um etwa 7.800 €.

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"Immobilie vermieten: Dein 5-Schritte-Plan für erfolgreiche Vermietung"
Langfristig planen

Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.

Wichtige Aspekte dabei:

Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.

Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.

Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.

Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.

Recht & Alltag zusammen denken

Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Finanziell realistisch bleiben

Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.

Kaufnebenkosten: einmalig
  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
Finanzierungskosten: laufend
  • Zinsen
  • ggf. Bereitstellungszinsen
Betriebskosten: umlagefähig
  • Heizkosten
  • Warmwasser
  • Kaltwasser
  • Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer
  • Hausstrom
  • Aufzug
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Schornsteinfeger
  • Gebäude-Sachversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kabelanschluss / Gemeinschaftsantenne
Betriebskosten: nicht umlagefähig
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Bankgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagenzuführung
  • Kosten für Neuvermietung
Versicherungen: laufend, nicht umlagefähig
  • Mietausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung für Vermieter:innen
Rücklagen
  • Rücklagen für größere Sanierungen
  • Leerstand oder ungeplante Ausgaben
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
  • eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise 
  • eine aktuelle Schufa-Auskunft

Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.

Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
  • Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
  • Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
  • Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
  • Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
  • Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
  • Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen

Wann darf die Miete erhöht werden?

Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.

Nach Modernisierung

Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.

Staffel- oder Indexmiete

Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.

Fristen beachten

Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).

Wann darf eine Abmahnung erfolgen?

Vertragsverletzungen

Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.

Vor Kündigung

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.

Tipps:

Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.

Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.

Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.

Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?

Schriftform empfohlen

Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.

Zustellung

Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.

Inhalt
  • Konkrete Beschreibung des Verstoßes
  • Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
  • Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
  • Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Fristen und Gründe
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter

Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:

  • bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate
  • 5-8 Jahre 6 Monate
  • über 8 Jahre 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
  • Eigenbedarf
  • Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
  • Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB

Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.

Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Zustellung
  • Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
  • Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung

Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).

Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen

Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.

Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen

Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.