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Finanzierung
Förderung

Zukunftsweisende Bauvorhaben: neue Förderprogramme des Bundesbauministeriums

Erfahre alles über die neuen Förderungen für nachhaltiges, altersgerechtes und genossenschaftliches Wohnen und finde heraus, welche Förderungen Dir zustehen.

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Bild: Kleingeld stapelt sich und darauf liegen Würfel auf denen verschiedene Symbole zu sehen sind

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat seine Förderprogramme neu aufgelegt(20.02.2024), um den Bau von umweltfreundlichen, altersgerechten und gemeinschaftlich genutzten Wohnräumen zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die Modernisierung des Wohnungsbaus in Deutschland und bieten eine praktische Antwort auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Wohnlösungen. Sie bieten eine einmalige Gelegenheit, in eine Zukunft zu investieren, die ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung vereint. Hier erfährst Du mehr darüber, welche Förderungen es gibt und welche Dir zustehen.

Übersicht der Förderprogramme

Übersicht über die KfW-Förderprogramme für klimafreundliche Neubauten

Klimafreundlicher Neubau (KFN)

  • Im Jahr 2024 stehen 762 Millionen Euro für die Förderung klimafreundlicher Neubauten durch zinsverbilligte Kredite zur Verfügung. 
  • Diese Initiative unterstützt den Neubau und den Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die strenge Kriterien für Energieeffizienz und Treibhausgasemissionen erfüllen. 
  • Kredite bis zu 100.000 Euro für klimafreundliche Gebäude und bis zu 150.000 Euro für Gebäude mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) sind möglich.
  • Für Wohngebäude ist ein effektiver Jahreszins ab 1,15% möglich! Genauere Infos findest Du hier.
  • Kommunen und Landkreise profitieren zusätzlich von Investitionszuschüssen für öffentliche Bauten. 
  • Anträge können über Förderbanken bei der KfW gestellt werden.

Genossenschaftliches Wohnen

  • Im Jahr 2024 erhöht sich die Förderung für genossenschaftliches Wohnen auf 15 Millionen Euro. 
  • Dieses Programm bietet zinsverbilligte Kredite und einen Tilgungszuschuss von 7,5% für Neugründungen und Beteiligungen an bestehenden Wohnungsgenossenschaften, mit einem Höchstsatz von 100.000 Euro pro Kredit. Genauere Infos findest Du hier.
  • Voraussetzung ist die Selbstnutzung der Genossenschaftswohnung durch den Kreditnehmer. 
  • Privatpersonen sind antragsberechtigt, wobei die Förderung die Bildung und Erweiterung gemeinschaftlicher Wohnformen unterstützt.

Altersgerecht Umbauen (AU)

  • Für 2024 verdoppelt sich das Budget für das Programm "Altersgerecht Umbauen" auf 150 Millionen Euro. 
  • Die KfW fördert bauliche Anpassungen, die Wohnungen barrierefrei machen, wie den Einbau bodengleicher Duschen oder Aufzügen, mit Zuschüssen bis zu 6.250 Euro, abhängig vom Umfang der Maßnahmen. 
  • Einzelne Maßnahmen unterstützt die KfW mit Zuschüssen in Höhe von 10 % der förderfähigen Kosten(max. 2.500 Euro).
  • Anträge können von Privatpersonen, Bauherrinnen, Bauherren sowie Mieterinnen und Mietern gestellt werden.
  • Genauere Infos findest Du hier.

Fazit

Um die Förderungen zu beantragen, startest Du am besten auf der Website der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder wendest Dich an Deine lokale Förderbank. Dort findest Du detaillierte Informationen zu den Antragsprozessen, erforderlichen Unterlagen und Fristen. Nutze auch die Beratungsangebote, um Deine Projekte optimal auf die Förderkriterien abzustimmen. Die Vorteile dieser Programme liegen nicht nur in finanzieller Unterstützung, sondern auch in der Wertsteigerung Deiner Immobilie und einem Beitrag zum Umweltschutz. Die Initiative des Bundesministeriums bietet eine großartige Chance, Bauvorhaben zukunftsfähig zu gestalten. Engagiere Dich frühzeitig in der Planungsphase, um die maximale Förderung zu sichern, denn die Fördergelder sind endlich!

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"Immobilie vermieten: Dein 5-Schritte-Plan für erfolgreiche Vermietung"
Langfristig planen

Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.

Wichtige Aspekte dabei:

Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.

Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.

Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.

Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.

Recht & Alltag zusammen denken

Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Finanziell realistisch bleiben

Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.

Kaufnebenkosten: einmalig
  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
Finanzierungskosten: laufend
  • Zinsen
  • ggf. Bereitstellungszinsen
Betriebskosten: umlagefähig
  • Heizkosten
  • Warmwasser
  • Kaltwasser
  • Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer
  • Hausstrom
  • Aufzug
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Schornsteinfeger
  • Gebäude-Sachversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kabelanschluss / Gemeinschaftsantenne
Betriebskosten: nicht umlagefähig
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Bankgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagenzuführung
  • Kosten für Neuvermietung
Versicherungen: laufend, nicht umlagefähig
  • Mietausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung für Vermieter:innen
Rücklagen
  • Rücklagen für größere Sanierungen
  • Leerstand oder ungeplante Ausgaben
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
  • eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise 
  • eine aktuelle Schufa-Auskunft

Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.

Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
  • Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
  • Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
  • Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
  • Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
  • Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
  • Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen

Wann darf die Miete erhöht werden?

Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.

Nach Modernisierung

Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.

Staffel- oder Indexmiete

Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.

Fristen beachten

Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).

Wann darf eine Abmahnung erfolgen?

Vertragsverletzungen

Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.

Vor Kündigung

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.

Tipps:

Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.

Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.

Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.

Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?

Schriftform empfohlen

Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.

Zustellung

Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.

Inhalt
  • Konkrete Beschreibung des Verstoßes
  • Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
  • Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
  • Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Fristen und Gründe
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter

Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:

  • bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate
  • 5-8 Jahre 6 Monate
  • über 8 Jahre 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
  • Eigenbedarf
  • Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
  • Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB

Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.

Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Zustellung
  • Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
  • Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung

Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).

Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen

Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.

Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen

Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.