Checkliste Hausbesichtigung: Hauskauf-Tipps + Download (PDF)
Wir stellen wertvolle Tipps zur Vorbereitung und Durchführung der Besichtigung Deiner Traumimmobilie zusammen. Lade Dir außerdem die PDF-Checkliste herunter, damit Du bei der Besichtigung nichts vergisst und sicher die richtige Entscheidung treffen kannst.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Vorbereitung ist alles: Informiere Dich vor der Hausbesichtigung über Baujahr, Wohnfläche, Grundriss und hole wichtige Dokumente wie Energieausweis und Grundbuchauszug ein.
- Besichtigungszeitpunkt clever wählen: Besichtige die Immobilie bei Tageslicht und bringe eine Begleitung mit.
- Genau hinsehen: Achte auf Mängel wie Feuchtigkeit, Risse oder alte Leitungen und stelle gezielte Fragen zu Sanierungen und Nebenkosten.
- Lage & Umfeld checken: Prüfe die Anbindung an den Arbeitsplatz, Einkaufsmöglichkeiten und Schulen.
Der Kauf eines Hauses ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Doch gerade die Besichtigung kann schnell überfordernd sein: Wie bekommst Du einen realistischen Eindruck vom Zustand der Immobilie? Welche Details sind entscheidend? Und passt die Umgebung überhaupt zu Deinem Lebensstil?
Damit Du bestens vorbereitet bist, haben wir die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Besichtigung zusammengestellt. Außerdem findest Du eine interaktive Checkliste zur Hausbesichtigung, die hilft, alle relevanten Aspekte systematisch zu prüfen – damit Du am Ende sicher die richtige Entscheidung triffst.
Vorbereitung der Hausbesichtigung
Je mehr Du im Vorfeld über die Immobilie und das Umfeld weißt, desto gezielter kannst Du Fragen stellen und mögliche Schwachstellen erkennen. Mache Dir schon einige Tage vor der Besichtigung ein Bild von der Umgebung oder plane vor dem Termin genug Zeit ein, um noch einen Spaziergang durch das Viertel zu machen. Kommen hier bereits erste Fragen – etwa zu Baumaßnahmen oder Verkehrsanbindung – auf, notiere Dir diese direkt. Außerdem solltest Du vorab wichtige Dokumente prüfen und zur Hausbesichtigung die richtigen Utensilien wie eine Checkliste dabei haben, um vor Ort nichts zu übersehen.
Diese Informationen und Dokumente sind vor der Hausbesichtigung relevant
Erste Informationen zum Objekt kannst Du dem Exposé schon vor der Hausbesichtigung entnehmen. Über den Makler oder die Verkäufer lassen sich außerdem weitere Dokumente anfordern, die Dir Auskunft über die Immobilie geben. So kannst Du schon vor der Hausbesichtigung einige Punkte der Checkliste abhaken.
Informationen:
- Baujahr: Das Baujahr des Objekts kann ein erster Indikator für den allgemeinen Zustand der Immobilie sein, sowie für verwendete Baustandards und potenziellen Sanierungsbedarf.
- Wohnfläche: Die tatsächliche Wohnfläche des Hauses ist entscheidend, um den Preis und die Raumaufteilung richtig einzuschätzen.
- Fotos: Die Bilder des Inserats sind der erste visuelle Anhaltspunkt für den Zustand der Immobilie. Hierüber kannst Du außerdem bereits entscheiden, ob das Haus dich optisch anspricht.
- Anzahl der Zimmer: Können in den Zimmern alle Bewohner untergebracht werden? Werden zusätzliche Zimmer wie z. B. ein Arbeitszimmer oder ein Gästezimmer benötigt?
- Nebenkosten: Neben dem Kaufpreis spielen die laufenden Kosten eine große Rolle für zukünftige Eigentümer. Wie hoch sind die monatlichen Ausgaben für Heizung, Strom und Wasser? Eine realistische Einschätzung hilft Dir, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
- Ausstattung: Während einige der gewünschten Ausstattungsmerkmale wie Fußbodenheizung oder eine moderne Küche nachträglich eingebaut werden können, lässt sich andere Ausstattung wie ein Balkon oder Dachfenster nur schwer nachrüsten. Informiere Dich vorab, ob die Ausstattung Deinen Wünschen entspricht und notiere Dir die Elemente, die Du bei der Besichtigung genauer unter die Lupe nehmen möchtest.
- Sanierungsstand: Regelmäßig durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen und ein energetisch zeitgemäßer Zustand sparen Dir Kosten, erhöhen aber auch den Immobilienpreis. Sind hierzu keine Angaben im Inserat zu finden, solltest Du bei der Besichtigung unbedingt nachhaken.
- Grundstücksfläche: Das Platzangebot sollte zu Deiner geplanten Nutzung (Pool, Garten, Sandkasten) passen.
- Lage: Prüfe schon vor der Hausbesichtigung die Umgebung und Infrastruktur – plane hier auch langfristig mit Familienzuwachs oder für das Rentenalter.
Dokumente:
- Grundriss: Ein Blick auf den Grundriss zeigt Dir, ob die Raumaufteilung zu Deinen Bedürfnissen passt. So kannst Du vorab prüfen, ob es genug Zimmer gibt oder ob größere Umbauten nötig wären.
- Energieausweis: Der Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz des Gebäudes und die zu erwartenden Heizkosten. Besonders bei älteren Häusern kann dies ein wichtiger Faktor für zukünftige Investitionen in Dämmung oder Heizung sein.
- Grundbuchauszug: Dieser gibt Dir Klarheit über die Eigentumsverhältnisse und zeigt, ob auf dem Grundstück noch Belastungen wie Hypotheken oder Wegerechte eingetragen sind.
- Flurkarte: Diese Karte zeigt die genaue Lage und Grenzen des Grundstücks. Sie hilft Dir zu überprüfen, ob beispielsweise Zäune oder Anbauten tatsächlich auf dem eigenen Grundstück stehen.
Was mitnehmen zur Hausbesichtigung?
Eine Besichtigung ist aufregend und im Nachgang kann es schwierig sein, sich noch an alle Details zu erinnern. Daher empfehlen wir Dir folgende Dinge zur Hausbesichtigung mitzunehmen:
- Checkliste
- Exposé
- Notizblock & Stift
- Taschenlampe
- Kamera
- Zollstock oder Maßband
Die Maße der wichtigsten Möbelstücke, die mit in das neue Haus einziehen sollen, können ebenfalls hilfreich sein. So kannst Du schon bei der Besichtigung ein Gefühl dafür bekommen, wie die zukünftige Raumgestaltung Deines Eigenheims aussehen könnte.
Zeitpunkt der Hausbesichtigung
Der richtige Besichtigungszeitpunkt kann einen großen Unterschied machen. Bei Tageslicht und gutem Wetter kannst Du die Immobilie bestmöglich beurteilen – und erkennst Mängel an der Fassade, Feuchtigkeitsspuren oder dunkle Räume besser. Nimm am besten eine Begleitung mit, die eine zweite Meinung gibt und vielleicht Dinge sieht, die Dir entgehen. Ein weiterer Besichtigungstermin zu einer anderen Tageszeit kann ebenfalls sinnvoll sein, um zum Beispiel Lichtverhältnisse oder Parkplatzsituation besser einzuschätzen.
Während der Hausbesichtigung
Damit Du während der Hausbesichtigung ein umfassendes Bild von der Immobilie erhältst, lohnt es sich, Stück für Stück durch verschiedene Bereiche zu arbeiten. Die Unterteilung nach Außenbereich, Innenbereich und Grundstück hilft Dir, nichts zu vergessen. In unserer Checkliste zur Hausbesichtigung findest Du für die verschiedenen Punkte weitere Detailfragen, die Du als Leitfaden nutzen kannst.
Außenbereich
- Grundstück (Größe, Zustand, Zaun)
- Fassade und Dach (Schäden, Risse, Feuchtigkeit)
- Weitere Außenbereiche (Garage, Nebengebäude, Schuppen)
Innenbereich
- Innenbereich (Größe, Zimmer, Lichteinfall)
- Bausubstanz (Boden, Wände, Decken)
- Fenster und Türen (Dichtigkeit, einfaches Öffnen und Schließen)
- Keller (Feuchtigkeit, Belüftung, Nutzung)
- Badezimmer (Zustand, Sanitäranlagen, Lüftung)
- Küche (Geräte, Ausstattung, Zustand)
- Heizung (Art, Funktion, Energieeffizienz, Alter)
- Weitere technische Anlagen (Internet, Elektroinstallationen, Alarmanlage, Smarthome)
Grundstück
- Grundwasserspiegel
- Parkmöglichkeiten
- Mögliche Erbpacht
- Auflagen zur Bebauung
Finanzierungstipps für Deine Traumimmobilie
Schon bei der Besichtigung kannst Du die Weichen für den Kauf stellen – besonders auf einem hart umkämpften Immobilienmarkt. Oft kommt es vor, dass ein Haus schneller verkauft wird, als man denkt, weil andere Interessenten ihre Finanzierung bereits geklärt haben. Um einen Vorteil zu haben, solltest Du Dir frühzeitig eine Finanzierungszusage einholen. So kannst Du dem Verkäufer zeigen, dass Du zahlungsfähig bist und ernsthaftes Interesse hast. Mit effi wird der Weg zur Finanzierung deutlich einfacher und schneller. Dank der digitalen Budgetberechnung weißt Du sofort, was finanziell möglich ist und erhältst eine kostenlose sowie zeitnahe Beratung von Finanzierungsexperten. So kannst Du Dir frühzeitig eine Finanzierungszusage sichern und bist bei der Hausbesichtigung bestens vorbereitet – ohne komplizierte und langwierige Bankgespräche. Das verschafft Dir einen entscheidenden Vorsprung, wenn es mehrere Bewerber gibt.
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Langfristig planen
Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.
Wichtige Aspekte dabei:
Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.
Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.
Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.
Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.
Recht & Alltag zusammen denken
Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
Finanziell realistisch bleiben
Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
- eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
- ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise
- eine aktuelle Schufa-Auskunft
Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.
Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
- Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
- Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
- Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
- Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
- Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
- Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen
Wann darf die Miete erhöht werden?
Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete
Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.
Nach Modernisierung
Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.
Staffel- oder Indexmiete
Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.
Fristen beachten
Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).
Wann darf eine Abmahnung erfolgen?
Vertragsverletzungen
Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.
Vor Kündigung
Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.
Tipps:
Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.
Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.
Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.
Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?
Schriftform empfohlen
Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.
Zustellung
Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.
Inhalt
- Konkrete Beschreibung des Verstoßes
- Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
- Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
- Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter
Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:
- bis 5 Jahre Mietdauer → 3 Monate
- 5-8 Jahre → 6 Monate
- über 8 Jahre → 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
- Eigenbedarf
- Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
- Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB
Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.
Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht
Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.
Zustellung
- Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
- Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung
Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).
Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen
Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.
Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen
Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.
