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Finanzierung

Checkliste für Baufinanzierung: Hauskauf-Guide + Download (PDF)

Der Abschluss einer Baufinanzierung kann eine Herausforderung sein. Hier findest Du eine detaillierte Checkliste und einen Leitfaden für Deine Finanzierung inklusive PDF-Download.

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Nahaufnahme eines Vertragsdokuments, welches mit einem Kugelschreiber unterschrieben wird

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Sei vorbereitet: Ermittle vor dem Finanzierungstermin Dein Kaufbudget und prüfe mögliche staatliche Förderungen für Deine Baufinanzierung.
  • Fragen stellen: Kläre die wichtigen Fragen zu Deiner Baufinanzierung im Beratungstermin und lass Dich zu Sondertilgungen oder einer Restschuldversicherung beraten.
  • Dokumente ordnen: Halte alle wichtigen Unterlagen für den Kreditantrag bereit, beschaffe fehlende Bescheide oder Einkommensnachweise.
  • Finanzierungszusage einholen: Lass Dir eine vorläufige Zusage des Kreditgebers ausstellen, um Dein ernsthaftes Kaufinteresse zu bekunden und Dich bei der Hausbesichtigung von anderen Interessenten abzuheben.

Der Abschluss der Baufinanzierung stellt für viele Hauskäufer eine der größten Hürden auf dem Weg in die eigenen vier Wände dar. Wir erklären, wie die Schritte zu Deiner Baufinanzierung aussehen und was Du dabei beachten musst. Lade Deine persönliche Checkliste für die Baufinanzierung herunter, um den Überblick über den Ablauf und die nötigen Unterlagen zu behalten!

Vorbereitung der Baufinanzierung

Der erste Schritt auf der Suche nach der perfekten Immobilienfinanzierung für Dich ist die Vorbereitung. Die große Frage, die sich die meisten Immobilienkäufer zu diesem Zeitpunkt stellen, ist: „Wie viel Haus kann ich mir leisten?”. Um hierauf eine Antwort zu erhalten, solltest Du Deine Einnahmen und Ausgaben mithilfe einer Haushaltsrechnung gegenüberstellen und so Dein Kaufbudget ermitteln. Einen Einfluss auf die mögliche Kreditsumme hat auch Dein vorhandenes Eigenkapital: Hast Du einen bestehenden Bausparvertrag, kannst Du ein Aktiendepot auflösen, wie viel Geld steht auf Deinem Sparkonto zur Verfügung? Je mehr Eigenkapital, desto mehr Immobilie. Um Dein Finanzierungsbudget zu klären, empfehlen wir Dir unseren Budgetrechner.

Fördermöglichkeiten prüfen

In der Berechnung Deiner höchstmöglichen Kreditsumme solltest Du auch Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Geförderte Kredite bieten oftmals günstigere Zinsen auf eine bestimmte Darlehenssumme als reguläre Baufinanzierungen. Reicht die maximale Kreditsumme der Förderung nicht aus, um die gesamte Immobilie zu finanzieren, lässt sich diese unkompliziert mit einer herkömmlichen Immobilienfinanzierung kombinieren. Das sind die wichtigsten Förderprogramme:

  • KfW-Wohneigentumsprogramm: Die KfW fördert den Immobilienkauf zur Selbstnutzung.
  • Wohneigentum für Familien: Die KfW bietet bis zu 150.000 € für Familien an, die eine Wohnimmobilie erwerben wollen, um diese anschließend zu sanieren. 
  • Regionale Förderungen: Die landeseigenen Förderbanken der einzelnen Bundesländer bieten in den meisten Fällen zinsvergünstigte Förderkredite für den Erwerb von Immobilien innerhalb der eigenen Landesgrenzen an.


Hast Du Dein Budget berechnet und Deine individuellen Fördermöglichkeiten geprüft, kannst Du den nächsten Punkt auf der Checkliste für die Baufinanzierung angehen: Das Einholen von Angeboten. Um Dir sicher zu sein, dass Du die günstigsten Konditionen für Deine Baufinanzierung erhältst, solltest Du mindestens 3 verschiedene Kreditangebote einholen. 

Der Beratungstermin für Deine Baufinanzierung

Die Angebote kannst Du entweder bei einer Bank oder einem unabhängigen Finanzierungsberater von effi einholen. Dieser erste Beratungstermin sollte in jedem Fall kostenlos für Dich sein. Der Berater wird Deine individuelle Situation sowie Dein Wunschobjekt aufnehmen und Dir passende Angebote zu unterschiedlichen Konditionen für die Baufinanzierung vorschlagen. Notiere Dir offene Fragen und lass Dir die Darlehensbedingungen schriftlich übermitteln, sodass Du Dich im Nachgang in Ruhe mit den Optionen auseinandersetzen kannst. Tipps zum Beratungstermin, Fragen, die Du stellen solltest, und was genau Dich dort erwartet, findest Du hier.

Wichtig: Lass Dir im Termin alle Darlehensbedingungen erklären und Dich bezüglich Förderungen, Sondertilgungen oder einer Restschuldversicherung beraten. Folgende Punkte solltest Du nach dem Termin auf Deiner Checkliste für Baufinanzierung abhaken können:

Behalte diese Punkte mit unserer Checkliste für Baufinanzierung ganz einfach während der Beratung im Blick. 

Abschluss Deiner Baufinanzierung: Unterlagen

Hast Du Dich für ein Kreditangebot entschieden, geht es nun um die Finanzierungszusage. Damit die kreditgebende Bank Deine finanzielle Situation beurteilen und Dir den Kredit gewähren kann, benötigt sie diverse Dokumente zu Deiner Person und der zu kaufenden Immobilie. Diese Unterlagen solltest Du am besten schon vor dem Beratungstermin beschaffen, da die Beschaffung teilweise einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Das sind die wichtigsten Unterlagen:

  • Personalausweis
  • SCHUFA-Auskunft
  • Eigenkapitalnachweis
  • Einkommensnachweise
    • Angestellte: Gehaltsabrechnung der letzten 3 Monate
    • Selbstständige: Steuerbescheide der letzten 2–3 Jahre
  • Kontoauszug
  • Depotnachweis
  • Bausparverträge
  • Nachweis über laufende Kredite

Dokumente zur Immobilie: 

  • Exposé der Immobilie
  • Grundbuchauszug
  • Kostenrechnung

Kauf Deiner Traumimmobilie

Hast Du die Finanzierungszusage erhalten, ist der letzte Punkt auf der Checkliste abgehakt und dem Kauf Deiner Traumimmobilie steht nichts mehr im Weg. Liegt die schriftliche Finanzierungszusage vor, hat der Verkäufer die Sicherheit, dass Du Dir die Immobilie leisten kannst. Beim Notartermin werden jetzt alle wichtigen Unterlagen zusammengetragen und der Kaufvertrag wird erstellt. Nach der Prüffrist und Beurkundung erhältst Du den Grunderwerbsteuerbescheid und überweist den Kaufpreis an den Verkäufer. Anschließend beantragt der Notar die Eigentumsüberschreibung im Grundbuch und es folgt die Übergabe des Objekts. 

Behalte mit dieser und unseren weiteren Checklisten für die Baufinanzierung den Überblick über Deinen Weg ins Eigenheim! 

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"Immobilie vermieten: Dein 5-Schritte-Plan für erfolgreiche Vermietung"
Langfristig planen

Bevor Du Deine Immobilie vermietest, lohnt es sich, die langfristige Perspektive zu klären. Ob als Kapitalanlage oder mit Blick auf spätere Eigennutzung oder Verkauf: Ziel ist, Entscheidungen so zu treffen, dass sie flexibel, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich abgesichert sind.

Wichtige Aspekte dabei:

Finanzielle Planung - Mieteinnahmen realistisch kalkulieren, Rücklagen einplanen, Verwaltung überschaubar halten.

Rechtliche Sicherheit - Alle Vereinbarungen und Fristen transparent und korrekt regeln.

Vertragsgestaltung - Mietverträge so gestalten, dass sie Deinen Zielen entsprechen und Anpassungen bei Bedarf ermöglichen.

Marktorientierte Mietpreise - Faire, marktgerechte Mieten sichern Einnahmen und erleichtern spätere Entscheidungen.

Recht & Alltag zusammen denken

Damit die Vermietung gut läuft, müssen rechtliche Vorgaben und der Vermietungsalltag zusammenpassen. Das bedeutet: Mietvertrag, Nebenkosten-abrechnung und Instandhaltungsplan früh mit rechtlicher Unterstützung erstellen und klar dokumentieren.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Abläufe im Alltag klar zu regeln: Wer kümmert sich um Anfragen, Reparaturen oder Wartungen? Klare Abläufe und transparente Kommunikation machen den Alltag planbar und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Finanziell realistisch bleiben

Neben den Mieteinnahmen gehören Rücklagen für Instandhaltung, Leerstände und unerwartete Kosten zur Kalkulation. Nur mit einem klaren Zahlenbild lassen sich gute Entscheidungen treffen.

Kaufnebenkosten: einmalig
  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • Grundbuchkosten
Finanzierungskosten: laufend
  • Zinsen
  • ggf. Bereitstellungszinsen
Betriebskosten: umlagefähig
  • Heizkosten
  • Warmwasser
  • Kaltwasser
  • Abwasser
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Grundsteuer
  • Hausstrom
  • Aufzug
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Schornsteinfeger
  • Gebäude-Sachversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Kabelanschluss / Gemeinschaftsantenne
Betriebskosten: nicht umlagefähig
  • Reparaturen
  • Instandhaltung
  • Instandsetzung
  • Bankgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagenzuführung
  • Kosten für Neuvermietung
Versicherungen: laufend, nicht umlagefähig
  • Mietausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung für Vermieter:innen
Rücklagen
  • Rücklagen für größere Sanierungen
  • Leerstand oder ungeplante Ausgaben
Eine gute Grundlage für Deine Entscheidung bilden überprüfbare Informationen der potenziellen Mietpartei wie:
  • eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft
  • ein Arbeitsvertrag und die drei letzten Einkommensnachweise 
  • eine aktuelle Schufa-Auskunft

Diese Unterlagen geben Dir Orientierung, ob die Miete langfristig machbar ist.

Beispiele für typische Aufgaben einer Hausverwaltung:
  • Erstellung und Versand der Nebenkostenabrechnungen
  • Organisation von Reparaturen, Wartung und Instandhaltung
  • Verwaltung von Mietverträgen, Kautionen und Mieterakten
  • Kommunikation mit Handwerker:innenBehörden, oder Dienstleistern
  • Durchführung von regelmäßigen Wohnungsbegehungen und Kontrollen
  • Unterstützung bei Mieterwechseln, z. B. Wohnungsübergaben und Abnahmen

Wann darf die Miete erhöht werden?

Bei Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete

Die Miete darf höchstens so hoch sein, wie andere vergleichbare Wohnungen in der Umgebung (Mietspiegel), gesetzlich geregelt durch §558 BGB.

Nach Modernisierung

Führst Du Modernisierungen durch (z. B. neue Heizung, Fenster, Dämmung), darf ein Teil der Kosten auf die Miete umgelegt werden, §559 BGB.

Staffel- oder Indexmiete

Bei vertraglich vereinbarter Staffelmiete oder Indexmiete sind Erhöhungen im Mietvertrag festgelegt.

Fristen beachten

Mieterhöhungen müssen in der Regel mindestens drei Monate vorher angekündigt werden. Bei der Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in einigen Regionen 15 % - örtliche Regelungen beachten).

Wann darf eine Abmahnung erfolgen?

Vertragsverletzungen

Wenn Mieter:innen wiederholt Pflichten aus dem Mietvertrag verletzen, z. B. zahlungsrückstände, Ruhestörungen, unerlaubte Untervermietung oder Schäden an der Wohnung.

Vor Kündigung

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ist eine Abmahnung häufig Voraussetzung, bevor eine fristgerechte Kündigung rechtlich wirksam werden kann.

Tipps:

Sachlich bleiben - Die Abmahnung soll informieren, nicht bestrafen.

Dokumentieren - Bewahre Kopien auf, um bei späteren Streitigkeiten abgesichert zu sein.

Zeitnah reagieren - Je schneller Du auf Verstöße reagierst, desto eher lassen sich Konflikte klären.

Wie muss eine Abmahnung zugestellt werden?

Schriftform empfohlen

Eine schriftliche Abmahnung ist rechtlich belastbarer und dokumentiert den Vorgang.

Zustellung

Am besten persönlich gegen Unterschrift oder per Einschreiben, damit Du nachweisen kannst, dass die Abmahnung zugestellt wurde.

Inhalt
  • Konkrete Beschreibung des Verstoßes
  • Bezug auf die entsprechende Vertrags- oder Rechtsgrundlage
  • Aufforderung, das Verhalten künftig zu ändern
  • Hinweis auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei Wiederholung
Fristen und Gründe
Wann darf ich kündigen?
Ordentliche Kündigung durch den Vermieter

Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen richten sich nach der Mietdauer, §573c BGB:

  • bis 5 Jahre Mietdauer 3 Monate
  • 5-8 Jahre 6 Monate
  • über 8 Jahre 9 Monate
Welche Gründe sind zulässig?
Zulässige Kündigungsgründe, §573 BGB
  • Eigenbedarf
  • Dauerhafte Vertragsverletzungen (z. B. wiederholte Mietrückstände)
  • Wirtschaftliche oder betriebliche Notwendigkeit
Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?
Außerordentliche (fristlose) Kündigung, §543 BGB

Nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, z. B. erhebliche Zahlungsverzüge oder starke Störungen.

Welche Form ist zu beachten?
Schriftform Pflicht

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Zustellung
  • Persönlich mit Unterschrift der Mieter:in oder
  • Per Einschreiben mit Rückschein
Zugestellt gilt die Kündigung

Sobald sie in den Machtbereich des Empfängers gelangt, sodass er die Möglichkeit hat, sie zur Kenntnis zu nehmen (z. B. beim Einwurf in den Briefkasten oder persönliche Übergabe).

Was ist zu dokumentieren?
Alle Schritte, Termine und Zustellungen

Die sollten sorgfältig dokumentiert werden, um im Streitfall rechtlich abgesichert zu sein.

Was ist darüber hinaus zu beachten?
Kommunikation, Reagieren und Absprachen

Klare Kommunikation, zeitnahes Reagieren auf Probleme und transparente Absprachen helfen oft, Kündigungen zu vermeiden. Ein offenes Mietverhältnis kann viele Konflikte schon im Vorfeld lösen.